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2006


News vom 28.12.2006


Dieser Zeitungsartikel sollte eigentlich in der Gemeindezeitschrift "dr Gugger" in der Ausgabe Dezember/2006 veröffentlicht werden. Weshalb und warum dieser Artikel auf Anweisung der Gemeinde nicht veröffentlicht wurde, möge sich der Besucher dieser Internetseite selbst eine Meinung bilden.

Kraftwerksprojekt Malfon – Kappl, wohin gehst du?


Ein neuer Verein in Kappl:

Am 4. 11. 2006 wurde in Kappl der Verein "Heimat Paznaun" gegründet. Obmann ist Mag. Albrecht Rudigier, der sich seit einigen Monaten gemeinsam mit einer Gruppe Kappler Bürger massiv gegen die Ableitung unserer Kappler Bäche ins Stanzertal zur Wehr setzt.


Seit April dieses Jahres wurden über 1150 Unterschriften gesammelt, wurde eine Informationsveranstaltung in der HS Kappl angeregt und viel Informationsarbeit geleistet. Der Bau des Kraftwerks Malfon wurde im Herbst 2006 schließlich zurückgereiht.

Auch weiterhin werden wir uns für den Erhalt unseres Wassers einsetzen.


Keine Alternative zu Querstollen:

Von der Tiwag wurde noch immer keine Alternative vorgelegt. Ein Querstollen über unserem Gemeindegebiet wäre eine große Gefahr für Grundwasserleitern und Trinkwasserquellen. In jahrzehntelanger Arbeit haben sich die Kappler Bewohner selbständig ihre Trinkwasserversorgung aufgebaut. Diese Eigenständigkeit soll in den Augen der Kraftwerksbefürworter aufgegeben werden. Unserer Meinung nach dürfen wir Kappler uns niemals auf Ersatzlieferungen für Trinkwasser einlassen und uns dadurch in eine solche Abhängigkeit begeben.


Die Zukunft steht vor der Tür:


Durch die Klimaerwärmung stehen uns in den nächsten Jahren immer wärmere Sommer mit langen Trockenperioden bevor. Unsere Landschaft, unser Wald, wir alle brauchen unser Wasser. Nur ein gesunder Wald ist für uns Bewohner ein Schutz vor Lawinen und Muren.


Kein Hochwasserschutz:


Die Hochwassersituation in Kappl würde durch 6 neue Bachfassungen wesentlich verschärft. Wenn ein großer Teil eines Baches abgeleitet wird, trocknet das Bachbett jahrelang aus. Bei Hochwasser werden die Schleusen verlegt oder geschlossen. Das verwachsene Bachbett ist nicht mehr in der Lage, große Wassermengen zu bewältigen. Bei Hochwasser kommt es daher noch schneller zu Vermurungen.


Abwägung, Weitblick, die richtige Entscheidung für die Zukunft


Wir können nicht einem Kraftwerksbau zustimmen, der auf der einen Seite so großen Schaden anrichtet, auf der anderen Seite nur geringen energie- und wasserwirtschaftlichen Nutzen bringt. Schadenersatzzahlungen, Ersatzwasserlieferungen machen uns unselbständig und abhängig von einer Tiwag, von der man nicht weiß, wem sie in ein paar Jahren gehört.


Wir sind der Meinung, dass die Kappler die Probleme und Herausforderungen der nächsten Jahre selbst in die hand nehmen, bewältigen sollen und können.


Unserer Meinung nach darf man das Leben, die Natur und unsere Heimat nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht betrachten. Wir brauchen dringend eine ganzheitliche Sichtweise, um die richtigen Entscheidungen für uns und unsere Nachkommen zu treffen.


Wir möchten alle Bewohner einladen, unseren Verein in irgendeiner Form zu unterstützen.


Kontaktadresse:

www.heimat-paznaun.at

Albrecht u. Sieglinde Rudigier, Perpat 193b

6555 Kappl

Konto: Verein Heimat Paznaun

Raiffeisen-Landesbank Imst KtNr. 36002244 BLZ 36000 RLB Tirol AG, Imst


Abschließende Bemerkung:


Was für die demokratische Republik Österreich als Grundrecht verfassungsmäßig verankert ist sollte für eine Gemeinde wie Kappl auch gelten.


Gesetzliche Grundlagen dafür:


30. Staatsgrundgesetz vom 21. Dezember 1867 über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger für die im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder


Art 13.[Meinungsäußerung und Pressefreiheit] (1) Jedermann hat das Recht, durch Wort, Schrift, Druck oder durch bildliche Darstellung seine Meinung innerhalb der gesetzlichen Schranken frei zu äußern. (2) Die Presse darf weder unter Zensur gestellt, noch durch Konzessionssystem beschränkt werden. Administrative Postverbote finden auf inländische Druckschriften keine Anwendung.


65. Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten samt Zusatzprotokoll vom 4.11.1950


Art 10 Freiheit der Meinungsäußerung. (1) Jedermann hat Anspruch auf freie Meinungsäußerung. Dieses Recht schließt die Freiheit der Meinung und Freiheit zum Empfang und zur Mitteilung von Nachrichten oder Ideen ohne Eingriffe öffentlicher Behörden und ohne Rücksicht auf Landesgrenzen ein. Dieser Artikel schließt nicht aus, dass die Staaten Rundfunk-, Lichtspiel- oder Fernsehunternehmen einem Genehmigungsverfahren unterwerfen.


17.September 2006

Wahlkampf, Bischof, Messstellen, Beweissicherung, Unterstützungserklärungen der BI


- anlässlich der NR Wahlen am 1.10.2006 haben wir einen Brief an unseren Bundeskanzler geschrieben: ( "der wassertrinkende Wolfgang Schüssel am Wahlplakat" siehe Anlage )


- Besuch der Wahlveranstaltung der ÖVP im WIKA Saal Landeck (siehe Anlage TT Bericht "Landeshauptmann trifft auf Wasserfront")


- Einladung beim Bischof Manfred Scheuer 30.08.2006 zur Gesprächsrunde in Innsbruck


- Tiwag baut erste Meßstellen am Diasbach und Seßladbach


- Tiwag versucht, Trinkwasservorkommnisse unterhalb der geplanten Wasserfassungen und Querstollen in Kappl zu ermitteln und auf diese Art eine "Beweissicherung " durchzuführen. Man stellt sich unweigerlich die Frage, für welches Delikt wird schon jetzt eine Beweissicherung durchgeführt? Es ist doch irgendwie ironisch, dass ein eventueller Verursacher eines Schadens selbst eine Beweissicherung vornimmt. Man fragt sich, weshalb wird dies nicht von einer unabhängigen Behörde eventuell der Gemeinde in Verbindung mit Vertretern der Wassergenossenschaften von Kappl durchgeführt? Macht man hier den "Bock zum Gärtner"? Ist dies die Basis für das von LR Dr. Anna Hosp und LH Dr.Dr. Herwig van Staa versprochene "faire Verfahren"?


News, 16.9.2006

Landeshauptmann traf auf Wasserfront LANDECK (psch, jenny).


 
Van Staa (l.) im Gespräch mit den Aktivisten
Foto: Schranz
 

Am Donnerstag schworen LH van Staa und Minister Platter die VP-Funktionäre im Stadtsaal auf die bevorstehende Wahl ein. Gerade im Bezirk Landeck sei in den vergangenen Jahren für Bauprojekte und nach dem Hochwasser viel Geld geflossen. „Deswegen würde mich ein schlechtes Wahlergebnis im Bezirk ärgern“, sagte van Staa. Alles verlief planmäßig, der Aufmarsch der Stadtmusikkapelle Landeck und der Ischgler Schützen.

Außer Protokoll traten Bürgerinitiativen auf: „Dem Inn eine Stimme“, die sich gegen das GKI wehrt und „Heimat Paznaun“, deren Mitglieder eine Ableitung ihrer Bäche ins Malfon verhindern wollen. Quelle Tiroler Tageszeitung vom 16.09.2006



Brief an den Bundeskanzler:


Österr. Volkspartei Bundespartei

z.Hd. Dr. Wolfgang Schüssel

Lichtenfelsgasse 7

A 1011 Wien


Kappl, am 17.09.2006


NR Wahlen 1.10.2006 Was sollen wir wählen? Wer vertritt unsere Interessen? Eine Bürgerinitiative auf der Suche nach anderen Wegen


Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,


sieht man sich ihr Wahlplakat ( der wassertrinkende Wolfgang Schüssel beim Brunnen " Hier geht’s uns gut" ) an, stellt man sich als Bewohner des Tiroler Oberlandes unweigerlich die Frage: " Ist das bloßer Zynismus oder wurde auch unser Bundeskanzler für die Suggestivwerbung der Tiwag angesetzt" ? Oder ist das ein eher "unbeabsichtigter geschmackloser Ausrutscher" einer Wahlpropaganda?


Was wir mit Sicherheit behaupten können ist, dass die geplanten Kraftwerksprojekte ohne Rücksicht auf die Menschen in den betroffenen Regionen durchgezogen werden. So auch in unserem Fall. Die Gemeinde Kappl ist ein bewohntes Gebiet aus dem im Zuge des geplanten Kraftwerks Malfon vier großen Gebirgsbäche in ein anderes Tal abgeleitet werden sollen. Mit dieser Maßnahme würden unserer Gemeinde zahlreiche Quellgebiete entzogen. Aus bewohntem Gebiet soll im Namen der Energiewirtschaft das wertvollste Gut (unser Trinkwasser) entzogen werden. Dies ungeachtet der negativen Ergebnisse der Gutachten im Rahmen des Syntheseberichtes, welcher von 17 unabhängigen Experten des Amtes der Tiroler Landesregierung für dieses Projekt erstellt wurde. Und nun dieses Wahlplakat, das die Mehrheit der Bevölkerung dieser Region vielmehr als Bestätigung der "Drüberfahrpolitik" der Tiroler ÖVP empfindet.


Wir sind (oder waren?) alle getreue ÖVP Wähler (auch Mitglieder). Aber im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit haben wir von den Kapplern immer wieder dieselbe Frage gehört: " Was sollen wir denn überhaupt noch wählen? Man kann doch nicht eine Partei wählen die nicht mehr unsere Interessen, ja nicht einmal mehr bereit ist uns unsere Lebensgrundlagen (Wasser, Lebensraum) zu bewahren.


Wir haben allein in unserer Gemeinde 1030 Unterschriften gesammelt. Dies sind 56% der Wahlberechtigten die unsere Arbeit unterstützen. In anderen Regionen sieht es auch nicht viel anders aus. Aber unser Landeshauptmann hat ja angedeutet, dass er den Verlust von Wählerstimmen in den Kraftwerksregionen in Kauf nehmen wird. Wir werden am 1. Oktober 2006 sehen ob sich diese Rechnung für die ÖVP ausgeht. Denn von unserer Warte aus wird aufgrund der Kraftwerkspolitik diesmal nicht mehr "schwarz" gewählt.


Die Bürgerinitiative Heimat-Paznaun

Mag iur. Albrecht Rudigier

Barbara Jehle

Paul Jehle

Dipl. Soz. Sieglinde Rudigier

Bernhard Ladner

Dipl. Päd. Barbara Ladner


.. und der Widerstand geht weiter


Die meisten Bauern in Kappl sind nicht bereit, auf ihre Wasserrechte zu verzichten und sie an die TIWAG zu verkaufen.


Plakate mit Informationen im Ortsgebiet veröffentlicht. (TIWAG STOP)


Information und Appell zur 75 Jahr Feier Niederelberhütte (DAV)


Auch die Bergwacht spricht sich für den Erhalt wertvoller Lebensräume (insbesondere für den Schutz des Wassers und der Quellen) aus.


Die Gemeinden Ischgl und Galtür auf der Suche nach Trinkwasser. (siehe Rundschau "Mit dem Wasser sind wir an" (LA Toni Mattle)


9.7.2006

Foto vom Diasbach in der Lochau



Bemerkung: Oberhalb von Kappl mündet der Rauhe Bach in den Diasbach. Das ist also das gesamte Wasser, vom Diasbach und Rauhen Bach gemeinsam.


Frage: Wieviel Wasser sollen wir von dem bisschen noch an die Tiwag abgeben? Wieviele Sekundenliter verspricht man sich wohl?


02. Juli 2006

Was ist passiert in der Zwischenzeit?


1. Politikergespräche NR Stadler und LR Toni Mattle im Gemeindesaal:


Wir haben anlässlich einer Wahlveranstaltung der ÖVP im Gemeindesaal der Nationalrätin Stadler und dem Landtagsabgeordneten Toni Mattle erneut unseren Standpunkt präsentiert und gleichzeitig auf ihre politische Verantwortlichkeit für die Region hingewiesen. Wir haben darauf hingewiesen, dass es den Politikern von heutzutage an der "Volksnähe" fehlt, dass der Wähler eigentlich nur einmal gebraucht wird und dann für die restliche Zeit in die Verantwortungslosigkeit entlassen wird. Wir haben nach diesen Gesprächen den Eindruck gehabt, dass es in Tirol derzeit nicht möglich ist, dass Politiker die Interessen einer Region bzw. von mehr als 1000 Wahlberechtigten einer Gemeinde vertreten. Traurig aber wahr! Deshalb werden wir uns selbst für unsere Interessen einsetzen müssen.


2. Grundsatzbeschluss Landesregierung:


Wie nicht anders zu erwarten hat der Landeshauptmann und die Landesregierung den so genannten "Grundsatzbeschluss" für die Weiterplanung der 4 Kraftwerksprojekte gefasst. Dieser Beschluss erfüllt vielmehr die Aufgabe, dass die Bevölkerung glauben soll, das geplante Kraftwerk werde gebaut. Dem ist nicht so. Grundeigentümer, Wasserberechtigte, Agrargemeinschaftsmitglieder und Gemeinden sind diejenigen, welche die Ableitung unserer vier Bäche verhindern können. Weitere Informationen folgen unter Rechtsinformationen zu den Themen Agrargemeinschaften, Enteignung, Wasserrecht und Privatgewässer etc.


3. Erste Schritte in Richtung Sicherung unserer Bäche:


   * Die Agrargemeinschaft Durrich hat in der Vollversammlung (16.06.2006) einen einstimmigen Beschluss gegen das TIWAG – Projekt gefasst.

   * Etliche Wasserberechtigte haben in einer Erklärung unterschrieben, dass sie ihr Wasserrecht nicht an die TIWAG verkaufen werden, da sie es selber für Bewässerung, Viehtränkung und Nutzwasser benötigen. Eine finanzielle Ablöse wird angesichts der Tatsache des Eigenbedarfs von den Berechtigten nicht ins Auge gefasst.


4. Wir gehen voller Energie in die zweite Runde mit der Tiwag:


Die TIWAG hat weiterhin mit massivem Widerstand aus der Bevölkerung zu rechnen. Eine sinnvolle Energiepolitik kann nicht auf Kosten der Wasserversorgung unserer Gemeinde geführt werden. Die volkswirtschaftlichen Schäden, wären langfristig gesehen weit größer als der erreichte Nutzen (siehe Synthesebericht).


Die Zukunft wird wahrscheinlich weisen, dass die "Drüberfahrpolitik" nicht der richtige Weg ist. Die Tiwag kann sich schon jetzt auf enorme Schwierigkeiten mit den Grundeigentümern, den Landwirten, den Nutzungsberechtigten, den Agrargemeinschaftsmitgliedern und mit dem Großteil der Kappler Bevölkerung, vorbereiten.


5. Unsere Tätigkeiten in Zukunft:


    Petition an den Tiroler Landtag

    Sammelschreiben an unsere Landtagsabgeordnete

    Erweiterung Rechtsinformationen

    Versammlungen, Öffentlichkeitsarbeit, Politikerkontakte, ...


NEWS-informativ-WAHRHEITSGEMÄSS

Bleiben wir bei der Wahrheit


Wir danken dem Herrn Landeshauptmann van Staa für seinen Besuch in Kappl und für seine Gesprächsbereitschaft. Leider konnte uns der Herr Landeshauptmann unsere Bedenken und Ängste nicht nehmen, auch nicht teilweise nehmen. Es gab in der Versammlung am Mittwoch, 7. Juni keine positive Wortmeldung aus der Bevölkerung für die Ableitung der Gebirgsbäche. Es gab auch keine beschwichtigende Wortmeldung.


Im Gegenteil:


Wir von der Bürgerinitiative Heimat Paznaun mussten feststellen, dass der Herr Landeshauptmann über den Synthesebericht und den sogenannten "Fortschrittsbericht" der Tiwag nicht besonders gut informiert war. Das Problem des Schwallausgleichsbeckens war nur einer der Problempunkte.


Insbesondere ist der Herr Landeshauptmann nicht auf den Problempunkt "Gefährdung von Quellen und Grundwasserleitern" sowie auf die negative Einschätzung des gesamten Projektes am Ende des Syntheseberichtes eingegangen. Auch die Tatsache, dass dieser Querstollen über unseren Köpfen, über dem Gemeindegebiet Kappl im Plan des Tiwag-Projektes nur 2 Striche sind, beruhigt uns nicht.


Nicht einmal der alte Witz "der Van der Bellen rasiert sich auch mit Atomstrom" hilft uns Paznauner Bewohnern im Moment wirklich weiter.


Bürgerinitiative Heimat Paznaun


05. Juni 2006

demnächst:

MI 07.06.2006 19:00 Uhr Bericht in Tirol heute

MI 07.06.2006 20:00 Uhr Besuch von Landeshauptmann DDr. Herwig van Staa


19. Mai 2006

Öffentliche Gemeindeversammlung vom 18. Mai 2006


Zahlreiche Bürger nahmen an der Gemeindeversammlung (Thema Kraftwerk Malfon) teil. Die Bürgerinitiative Heimat-Paznaun hat ihren Standpunkt klar vertreten, also ein klares "Nein" zur Ableitung der vier Bäche aus dem Paznaun. Überdies wurde von uns der Synthesebericht nochmals unter die Lupe genommen.


17 unabhängige Experten des Amtes der Tiroler Landesregierung haben im Jahr 2005 einen Synthesebericht ausgearbeitet, in welchem betreffend Quellwasser folgende Passage angeführt ist:


... Allerdings ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine große Beeinträchtigung von Quellen und Grundwasserleitern zu erwarten.


07. Mai 2006

Information Gemeinderatssitzung vom 02.05.2006


Die Bürgerinitiative „Heimat-Paznaun“ informierte den Bürgermeister und die Gemeinderäte sachlich über ihre Anliegen, Forderungen und Ziele. Der gesamte Gemeinderat nahm eine sehr verhaltene Position ein, da sie noch zuwenig Informationen eingeholt hatten und Folge dessen noch keine Meinungsbildung stattgefunden hat. Grundsätzlich wurde Diskussionsbereitschaft signalisiert. Die Gemeinderäte wollen Informationen und Beratungen von Fachleuten verschiedenster Richtungen einholen. Der Bürgermeister sicherte zu, die Bevölkerung mittels Flugblatt zu informieren und innerhalb der nächsten 14 Tage einen öffentlichen Informationsabend zu veranstalten, bei dem die Bevölkerung, die Bürgerinitiative, die Gemeinderäte und die Tiwag eingeladen werden. Vizebürgermeister Johannes Reinalter sieht die Gefahr von Querstollen und dass unterirdische Wasserläufe berührt werden könnten. Auswirkungen auf Trink- und Löschwasser sind nicht bekannt. Die Gemeinderäte wurden von der Bürgerinitiative informiert, dass eine Grundsatzentscheidung beim Land bereits vor der Sommerpause (Anfang Juli) fallen könnte. Dies bedeutet, sollte es keinen Widerstand und grünes Licht seitens der Gemeinde geben, beginnen die Planungen und Überprüfungen, wie und ob unsere 4 Bäche abgeleitet werden können. Aufgrund der Dringlichkeit die Forderung der Bürgerinitiative an die Gemeinderäte, sich in den nächsten 14 Tagen Informationen einzuholen, damit sie bei der öffentlichen Versammlung klare Stellung einnehmen können. Je mehr Unterschriften die Bürgerinitiative bis dahin sammeln kann, desto mehr bedeutet dies klarer Auftrag an den Bürgermeister von der Bevölkerung, nicht in Verhandlungen mit der Tiwag zu treten. Die Bürgerinitiative „Heimat-Paznaun“ fordert, dass über bewohntem, sensiblem Gebiet kein Querstollen vom Blankabach bis zum Seßladbach gebaut wird und unserer Bäche zu schützen sind. Die Bürgerinitiative bittet alle Kapplerinnen und Kappler dies mit ihren/seinen Unterschriften zu unterstützen. So kann das Ziel, keine Verhandlungen mit der Tiwag, erreicht werden.


01. Mai 2006


1. Die Versammlung in der VS Perpat wurde von vielen interessierten Gemeindebürgern besucht. Unter den Teilnehmern befand sich auch Bürgermeister Helmut Ladner.


2. Wir haben mittlerweile in Erfahrung gebracht, dass in Beileitstollen oder Druckstollen bis zu 100 Sekundenliter Grundwasser in den Stollen einschießen kann ohne dass ein Bach eingeleitet wird. Unsere Quellen (Grundwasser) werden dadurch gefährdet. Stollen sind erfahrungsgemäß langfristig nicht dicht, oder so gebaut, dass Grundwasser über die gesamte Stollenlänge in den Stollen eindringen kann.


3. Geplante Aktivitäten:

Am 2. Mai findet ein Gespräch zwischen Bürgermeister, Gemeinderat und Heimat Paznaun statt.

Gespräch mit Landtagsabgeordneten Toni Mattle

Schreiben an den Landeshauptmann

Beantragung einer öffentlichen Versammlung im Gemeindesaal mit Bürgermeister, Gemeinderat, Gemeindebürger, der Bürgerinitiative Heimat- Paznaun und der Tiwag vor dem Grundsatzbeschluss der Landesregierung - also noch im Mai.

Unterschriftenaktion fortsetzen


4. Herzlichen Dank für die breite Unterstützung beim Unterschriftensammeln. Je mehr Unterschriften wir haben, umso größer sind unsere Chancen, die Ableitung der 4 Bäche aus bewohntem Gebiet zu verhindern.


23. April 2006

Die nächste Versammlung der Bürgerinitiative Heimat Paznaun findet am Dienstag, den 25. April 2006 um 20:00 Uhr in der Volksschule Perpat statt.

Interessierte sind herzlich eingeladen.


Unsere Unterschriftenaktion ist in vollem Gange. Aus zeitlichen Gründen waren wir noch nicht überall.

Wer unterschreiben möchte oder uns helfen möchte, Unterschriften zu sammeln, bitte melden.

Tel.: 0650/321 62 42


10. April 2006

Auszug aus dem Synthesebericht:

Bei der gegenständlichen Option werden 2,7 km Fließstrecke mit sehr hoher naturkundlicher Wertigkeit in Anspruch genommen. Es werden keine Schutzgebiete berührt allerdings ist das Einzugsgebiet im Biotopinventar als alpines Biotop mit besonderer Schutzwürdigkeit ausgewiesen. Landschaftsbild und Erholungswert werden durch die baulichen Maßnahmen und Veränderungen im Zuge des Kraftwerkes als negativ eingeschätzt. Die fachliche Prüfung kommt zur Einschätzung, dass wir es mit einem hochwertigen Bereich zu tun haben und eine schwere Beeinträchtigung von Schutzgütern sowie eine Reduktion der Biodiversität zu befürchten ist.

 
 
 
 
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